Kleider machen eben doch Leute

Nicht gleich die Form verlieren

Spätestens seit den wilden 50ern und James Dean entledigt man(n) sich bei Hitzewallungen in Disco, Theater, Oper, bei der Arbeit und am liebsten auch bei Einladungen kurzerhand unverkrampft der äußeren Oberbekleidung, falls einem bei Rock n Rollklängen, in der Menge, oder bei der Arbeit der Schweiß nicht nur auf der Stirn steht.

Ich bin ein großer Verfechter konventionellen Verhaltens, so es dem Praktizierenden nutzt. Die Argumente liegen förmlich auf der Hand. Nicht jeder wird beim Ausziehen schöner, die wenig ästhetischen Flecken machen auch nicht anziehender. Der Hexenschuss in fortgeschrittenem Alter dagegen pflegebedürftig. Die Form geht zugunsten eines verknüllten, bald mit dunklen Flecken übersäten Hemdes verloren. Wolle isoliert nicht nur (haben Wüstenvölker bereits seit Jahrhunderten erkannt), sondern hält die Form und Haltung des Trägers, wie man bei Uniformen oder tweedgewandeten englischen Internatsschülern lernen kann.

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