Allgemein

Daisy: À propos Valentinstag oder – Sags durch die Wurst!

Liebe Liebenden,

nachdem der Valentinstag sich schon lange im Bewusstsein der Menschen als Tag der Liebenden breit gemacht hat und der Einzelhandel von der Lust des Schenkens kleiner Liebesgaben wie auch nicht wenige Beschenkte vom schlechtem Gewissen des Schenkenden profitieren, verzichte ich darauf zu erwähnen, dass er auch dieses Jahr auf den 14.Februar fällt.

Die Ursprünge, bzw. der Anfang mit kleinen Liebeserklärungen, genannt „Valentines“ finde ich durchaus spannender als die große Kommerzialisierung, die vor allem auch durch die exzessive Werbung der Floristen angeschoben wird. Merkwürdig dass gerade kurz vor diesem Zeitpunkt der Preis für Rosen jedes Mal stark ansteigt, wo wir doch das ganze Jahr hindurch Rosen zu einem einigermaßen vernünftigen Preis bekommen. Mich erinnert das immer fatal an die Erhöhung der Benzinpreise zu Ferienbeginn – ich weiß, der Gedankengang ist durchaus ein bisschen gemein.

So möchte ich Euch den Schwung nicht nehmen und für diejenigen, die noch nicht im Alter sind, in dem man sich nach dem/der Geliebten verzehrt und ihr nahe sein möchte, sei der schlichte Hinweis „Wikipedia“angemerkt, dort findet man einiges zu Ursprung und Brauchtum.

Zum materiellen Aspekt des Valentinstages ist das Wichtigste schnell gesagt: Absolut langweilig und ohnehin out ist der Platinring im Champagnerglas, das Panzerarmband unter dem Frühstücksteller, der Akkuschrauber in der fertig gepackten Tasche für das Fitnessstudio: Peinlich für den der ihn auspackt zwischen Duschgel und einer Garnitur frischer Unterwäsche, außerdem zu schwer, also in jeder Hinsicht belastend. Auch die Krawatte, kreativ um die Edelstahldose mit dem Pausensnack gewickelt – ich muss nicht weiter reden.

Da die Zeit der Kavaliere vorbei zu sein scheint mögen sich doch bitte wenigstens ein paar Mutige mit einem kleinen Strauß frischer Veilchen vor wagen – ich finde das ganz hinreißend!

Für die Anderen unter Ihnen die jetzt schon sich das Hirn zermartern, was sie schenken können und wie ein Raubtier im Käfig unruhig hin und her wandern, habe ich ein besonderes Bonbon:

Die Metzgerei Böbel aus Rittersbach, die nicht nur wegen der wunderbaren Nürnberger Bratwürste einen Abstecher von der A9 und einen kleinen Boxenstopp lohnt, verschickt seit Jahr und Tag – und das nicht nur zum Valentinstag – „Wurstbriefe“. Irgendwann einmal kam er auf die Idee (war es nicht in seinem 7.Ehejahr mit Frau Monika?), es müsse in punkto Liebeserklärungen etwas anderes her. Er verschickte einfach eine Wurst, eingeschweißt in Folie als Brief ins benachbarte Schwabenland und wartete, was daraus würde.

Die Resonanz ließ nicht lange auf sich warten: Die Wurst erreichte unbeschadet und tadellos ihren Empfänger und es begann eine schwunghafte Reisetätigkeit der „Wurstbriefe“, die sogar ihre Wege nach Teneriffa und Kasachstan fanden.

Ein schlichter „Anbandelversuch„ gehört inzwischen zum Tagesgeschäft. Inzwischen verschickt der findige Metzgermeister die ausgefallensten Liebeserklärungen in Form von Wurst: Cervelat Herzen, Salami-Bitten, Schinken-Entschuldigungen oder Bratwurst-Schwüre.

Noch träumt er von der kreativen Umsetzung eines Heiratsantrags in Wurstform, und so wie ich ihn einschätze, wird er auch das bravourös umsetzen.

Schwein gehabt

***** Sterne für:

Metzgerei

Claus Böbel

D-91166 Rittersbach

www.umdiewurst.de

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.